Wenn ich nach langer Pause wieder anfange mich mit meinem Sequencer auseinanderzusetzen und neue Songs zu produzieren, dann ist das ein wenig wie der Wiedereinstieg ins Joggen nach längerer Zeit: Erstmal ist es eine gewisse Überwindung, den Rechner im Producing-Profil zu starten und nicht im „Zeit totschlagen“-Profil. Dann wird Live gestartet, dann Reason, und dann ist wie beim Schreiben eines Textes: Das große leere Blatt. Nur während einem beim Schreiben erstmal irgendwelche sinnvollen Sätze einfallen müssen, geht das beim Producing mehr oder weniger von selbst: Irgendein Sound findet sich immer, der einem gefällt. Mal ist es ein Beat, mal ein Bass, mal ein Pad… Wenn der erste Sound gefunden ist, fügen sich die restlichen Teile relativ schnell zusammen. Schwierig wird es dann aber, wenn der Sound nicht einfach nur aus einem Loop bestehen soll, sondern vielleicht noch aus mehr als nur einem Grundbeat bestehen soll, oder wenn die Melodie vielleicht sogar sowas wie einen Chorus enthalten soll. Die Feinarbeit ist quälend und kann sich über Tage hinziehen. Und nicht selten ist sie es, die dafür verantwortlich ist, dass ein Song nie fertig wird: Der erste Loop ist cool, aber was kommt dann? Und wenn dann eben nichts mehr kommt, landet der Song auf dem inzwischen recht großen Berg mit unfertigen Stücken, die man vielleicht irgendwann mal fertig schreiben könnte – woraus aber meistens nichts wird.

Was ich damit sagen will: Es ist nach längerer Pause endlich wieder was am entstehen, was bis jetzt noch recht wenig hergibt, aber vielleicht wird das ja noch. Und wenn nicht, dann klappt es vielleicht mit den beiden anderen Songs, die schon seit Monaten darauf warten, endlich vollendet zu werden. Wir werden sehen!

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